hatte der Hauptlehrer Gottfried Dühmig eine zündende Idee: Auf seine Initiative hin wurde am 6. März 1881 die Konkordia AG für Druck und Verlag gegründet.
Gründer der Konkordia (Eintracht) waren badische Lehrerinnen und Lehrer, die sich im Pestalozzi-Verein zusammengeschlossen hatten, um als Selbsthilfe-Organisation die wirtschaftliche Not der Lehrer sowie deren Witwen und Waisen zu mildern. Da der Verein jedoch finanziell kaum in der Lage war, seinen selbst gewählten Aufgaben gerecht zu werden, hatte Gottfried Dühmig die Idee, die Konkordia AG für Druck und Verlag zu gründen. Dass neben einer Buchhandlung auch ein Verlag und eine Druckerei gegründet wurden, hatte auch den Hintergrund, dass damals in Baden nur sehr schwer Unternehmer zu finden waren, die Schulbücher herstellten.
Die Produktionsbedingungen waren zu Beginn denkbar schlecht. Ein geringes Startkapital von nur 28.350 Reichsmark und eine dürftige technische Einrichtung im Hinterzimmer einer Buchhandlung schienen keine optimale Ausgangsbasis für ein erfolgreiches Unternehmen zu sein. Trotzdem ging es von Anfang an bergauf. Schon nach einem Jahr konnte ein Grundstück gekauft und ein großes Gebäude errichtet werden, das dem heutigen Verwaltungsgebäude entspricht. Dort fanden Setzerei, Druckerei, Buchbinderei, Verwaltung und eine eigene Buchhandlung Platz.
1911 wurde das Nachbargrundstück Eisenbahnstraße 33 erworben. Vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigte die Konkordia 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
1929 Auch eine Brandkatastrophe konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde das Betriebsgebäude vergrößert, ein Fahrstuhlturm erbaut und der Zwischentrakt ebenfalls nach Westen erweitert. Gleichzeitig wurde an der Eisenbahnstraße 33 ein Neubau errichtet.
1933 Erst mit der Machtübernahme Hitlers brachen für die Konkordia und die mittlerweile 80 MitarbeiterInnen schwierige Zeiten an. Die auferlegten verlegerischen Beschränkungen führten zu einem Rückgang der Geschäfte. Nach Kriegsende wurde das Unternehmen unter Zwangsverwaltung der französischen Besatzungsmacht gestellt.
1956 wurden die Organe der Gesellschaft neugebildet. In diesen Jahren erschien die erste Schulbuchreihe nach dem Krieg, die Technik wurde durch eine Farbdruckabteilung erweitert.
1962 Mit der Hermann Schroedel Verlag KG wurde ein Gemeinschaftsverlag gegründet. 1964 erwarb dieser ein Aktienpaket.
1974 wurde die AG in eine GmbH umgewandelt. Die 70er und 80er standen überhaupt im Zeichen von Veränderungen. Ein neues Gebäude für die Produktion mit mehr als 1500 qm neuer Nutzfläche wurde angebaut. Vor allem in der Druckvorstufe wandelte sich das Bild gewaltig. Der Bleisatz wurde vom Fotosatz abgelöst und eine EDV-Anlage als Grundstock für die moderne Kommunikation installiert und vernetzt.
1983 Nach der Lösung aus dem Schroedel-Konzern wurde das Unternehmen in drei selbstständige Bereiche umgewandelt: die Muttergesellschaft Konkordia Verwaltung GmbH und die zwei Tochtergesellschaften Konkordia Druck GmbH sowie Konkordia Verlag GmbH.
1993 entwickelte sich die Konkordia vom Druck- zum Medienunternehmen und der Bereich MedienService wurde aufgebaut. Neben der hervorragenden Kernleistung im Printbereich kam der Non-Print-Bereich (CDs, Internet, Schnittstellenprogrammierung, Datenbanken ...) dazu. In kurzer Zeit wurden die personellen und technischen Voraussetzungen für eine durchgängig digitale Druckvorstufe und die Verknüpfung von Print- und digitalen Medien (Crossmedia) geschaffen.
1996 wurden aufgrund der positiven Entwicklung das Haus Gartenstraße 12 angemietet und 2 Jahre später für die Bereiche Vertrieb und Vorstufe auf einer Fläche von 500 qm neue Räumlichkeiten im Hauptgebäude errichtet.
1999 Um sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können, wurde die Konkordia Verlag GmbH in die Hände der Wolters Kluwer Schulbuchverlage, einer international tätigen Verlagsgruppe, übergeben.
2000 Die Konkordia Druck GmbH firmierte um in KONKORDIA GmbH. Innerhalb des Medienunternehmens KONKORDIA wurden die Geschäftsfelder KonPrint (der Produzent von Druckmedien) und KonMedia (der Mediendienstleister) aufgebaut.
2002 Um den Veränderungen in einem von permanenter Innovation und kurzen Lebenszyklen geprägten Markt noch besser gerecht zu werden, hat sich das Geschäftsfeld KonMedia verselbstständigt. Die KONKORDIA GmbH bietet nach wie vor, in enger Kooperation mit der KonMedia GmbH, das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum an und rückt den Full-Service-Gedanken stärker in den Fokus des Handelns.
2003 KONKORDIA GmbH investiert 3 Mio EUR in die Zukunft und setzt mit einer Fülle von technologischen Innovationen neue Maßstäbe. Für höchste Qualitätssicherheit und stärkere Flexibilität bei noch schnelleren Produktionsabläufen sorgen die neue 8-Farben-Druckmaschine Heidelberg Speedmaster in Verbindung mit dem Qualitätsmeßsystem ImageControl sowie die inzwischen dritte Generation eines Druckplattenbelichters, der Prosetter der Firma Heidelberger, im Verbund mit einem Print-Color-Managementsytem.
2004 Nach 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit verlässt der geschäftsführende Gesellschafter Helmut Adam zum 31.12.2003 die Kommandobrücke und beschränkt sich auf die Geschäftsführung in der Muttergesellschaft Konkordia Verwaltung GmbH. Alleininger geschäftsführender Gesellschafter der KONKORDIA GmbH ist mit Wirkung vom 01.01.2004 Peter Müller.
2005 Die neue 8-Farben-Druckmaschine TYP SM 102-8-P-S hat nicht nur ein neues Design, sondern beeindruckt auch durch technische Neuerungen.