Crossmediale Strategien liegen im Trend. Auch bei Ihnen?
Die schwarze Kunst, weißes Papier in einen Informationsträger zu verwandeln, reicht heute nicht mehr aus. Die Möglichkeit, nahezu alle Arten von Informationen zu digitalisieren, eröffnet neue Wege, diese Daten für den Benutzer bereitzustellen. Crossmedia Publishing geht weg vom Gedanken der medienspezifischen Produktion und ist doch mehr als das parallele Angebot mehrerer Medien. Es ist die Nutzung der gleichen Datenbasis für die verschiedensten Medienformen. Darin liegt auch das große Einsparungspotenzial.
Was ist Crossmedia?
Aufbauen und Strukturieren von medienneutralen Daten- und Dokumentstrukturen zur Mehrfachverwendung in Print-, On- und Offlinemedien.
Ziel ist es, die Rohdaten so aufzubereiten, dass sie digital weiterverarbeitet werden können. Über Schnittstellen werden die Daten in einen Datenpool transferiert. Dort werden sie zentral verwaltet, gepflegt und sind so immer auf dem neuesten Stand. Ein schneller und direkter Zugriff auf die Text- und Bildinformationen ist gewährleistet.
Was gibt es zu beachten?
Die Informationen, die für die verschiedenen Ausgabekanäle genutzt werden, sind immer die gleichen. Diese müssen medienneutral in einem Datenpool vorliegen, da Aufbereitung, Sortierung und Formatierung für die verschiedenen Ausgabemedien unterschiedlich sind. Um Aktualität sicherzustellen, aber auch um den Aufwand für Erstellen, Speichern und Pflegen in Grenzen zu halten, werden die Informationen nur einmal erfasst und gespeichert. Layout und Inhalt werden dabei getrennt behandelt, was ein Umdenken im Datenhandling erfordert. Während früher für Printmedien QuarkXPress-Layouts erstellt und Webseiten mit HTML gefüttert wurden, ist heute plattformunabhängige Datenspeicherung mit SGML oder XML notwendig.
SGML (Standard Generalized Markup Language) ISO-Standard 8879 zur syntaktischen und inhaltlichen Strukturierung von Dokumenten.
XML (Xtensible Markup Language) Hauptsächlich für Internet-Anwendungen aus SGML geschaffene Teilmenge mit Erweiterungen, der im Gegensatz zu SGML Layoutinformationen mitgegeben werden können; Erweiterung zu HTML.